Initiative Bildung Prekär



Arm durch Arbeit:
KursleiterInnen
in staatlichen Integrationskursen

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Antwort der Bundesregierung zu Integrationskursen

LeFloid: Nur noch Sachleistungen für Asylbewerber?
Report Mainz (5.10.2009) - Krieg gegen Flüchtlinge
Festung Europa - Frontex: Einsatz gegen Flüchtlinge
IG BAU warnt vor neuer Welle von Scheinselbstständigen
Hunderte Flüchtlinge und Migranten stehen in Essen für Deutsch-Kurse an
Wir brauchen Talent-Checks statt Abwehr-Asylverfahren
Die unmenschliche EU-Flüchtlingspolitik - ZDF-DIE ANSTALT prangert an!
Gefährliche Flucht - Der Traum von Europa (Doku)
Eingemauert! (36.000 Mauertote jedes Jahr)
3sat Kulturzeit 14.05.2014: Gefakte Hilfsaktion von "Zentrum für politische Schönheit"
Beerdigung eines Geflüchteten - Imam Abdallah Hajjir - Zentrum für Politische Schönheit
Demo EUROPA. ANDERS. MACHEN. Jakob Augstein (Freitag)
Es gibt 1.000 Antworten auf die Flüchtlingsfrage. Die einzig wahre liefert ein 4-Jähriger!
Pilotprojekt soll Durchlässigkeit von Asylsystem und Arbeitsmigration erhöhen
Freiberufler oder Scheinselbstständige. Solisten gegen die Sozialgesetze
49 freie Mitarbeiter als Scheinselbstständige beschäftigt
(Doku) Chaos statt Konzepte - Deutschland und die Flüchtlinge


Aktuelle Themen:

Gastkommentar zum Thema Altersarmut

"OXI zu deutschen Armutsrenten!

Ich werde netto 550,- Euro Rente erhalten.
Damit liege ich noch über der Rente, die andere Kursleiter nach einem Vollzeit-Arbeitsleben erzielen.
(Verdi errechtete Durchschnittsrenten von lediglich 500,- Euro nach einem Leben als Deutschlehrerin).
Von der Rente wurden insgesamt 10,55 % für KV und PfV abgezogen.
Unabhängig von der Höhe der Rente, also auch bei Renten, von denen niemand leben kann, zieht der Staat diese Beträge ab.
Diese Abzüge bei Mini-Renten sind ein politischer Skandal, wie so vieles.

Der Staat treibt immer mehr seiner Bürger in die Altersarmut.
Warum?
U.a., um die 450,- Euro-Jobs zu erhalten.
450,- Euro dazu zu verdienen ist erlaubt (und erwünscht).
So lassen sich schlecht bezahlte Jobs auf ewig erhalten, der erste Arbeitsmarkt mit seinen "lästigen" sozialen Schutzbestimmungen wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Tarifurlaub wird weiter ausgehebelt und Staat und Wirtschaft sind glücklich.
Und immer mehr Alte arbeiten weiter, bis sie "mitten aus dem Leben gerissen" werden, wie man früher sagte.
Wer einen Cent mehr verdient, bekommt die Rente gekürzt.
Das gilt selbst bei Renten unterhalb der Grundsicherung, also unterhalb der Armutsgrenze.
So ist das mit unseren Gesetzen in unserer ehemaligen Demokratie, und unserem ehemaligen Sozialstaat.
Es sind immer weniger Gesetze für die Bürger, geschweige denn für Schutzbedürftige.

Das ist "Griechenland in Deutschland" -- gezielte Verarmug auf Betreiben des Staates.
In Griechenland soll u.a. der Arbeitsmarkt dereguliert werden!
das haben wir in Deutschland schon lange.

OXI !!!
Eure Xenia -- eine langjährige Kursleiterin in Integrationskursen"
26.07.2015
-------

Österreich: Gewerkschaft lässt Betriebe wegen Scheinselbstständigkeit und Sozialbetrug prüfen
Zitat: "Hier können Sie uns anonym mitteilen, in was für einem prekären Beschäftigungsverhältnis sie arbeiten oder gearbeitet haben. Ihre Informationen leiten wir an die Gebietskrankenkassen weiter, die das Unternehmen in welchem Sie tätig sind oder waren dann gegebenfalls prüfen." http://www.watchlist-prekaer.at/das-formular/

weitere Presseberichte

Umstrittene Petition:
"Der Deutsche Bundestag soll ein Mindesthonorar für selbstständige LehrerInnen einführen"

zur Petition
Forum DaF

Antwort des BAMF zu Protestschreiben der KursleiterInnen (30.06.2015)
Kommentar

Warum ein Mindesthonorar von 30 € für DeutschlehrerInnen in Integrationskursen eine "vernichtende Niederlage" für uns ist.
Einheitliche Forderungen der Lehrkräfte in DaZ/DaF-Kursen

Kleine Anfrage der Grünen zur Situation der Lehrkräfte in Integrationskursen
Kommentar

Warum die Lehrkräfte in Bonn ihre Arbeit niedergelegt haben und wie skandalös BAMF und Träger darauf reagiert haben.
Bericht
Fotostrecke
Forum Deutsch als Fremdsprache
Bericht der GEW

Veranstaltung "10 Jahre Integrationskurse" von BBB, DVV und GEW
Zusammenfassung


Berechnung des Stundenhonorars eines Sprachlehrers im Integrationskurs:

Basis:

- 20 Honorar/brutto pro Unterrichtsstunde (45 min.)

- 25 UST pro Woche


20,00 Euro
-      3,78 Euro  Rentenversicherung
-      3,10 Euro  Krankenversicherung
-      0,44 Euro  Pflegeversicherung
-      0,80 Euro  freiwillige Arbeitslosenversicherung
——————————————————————-
11,88 Euro
-     1,66 Euro  14 % Steuern
————————————-
10,22 Euro
-     1,14 Euro   nicht bezahlte Krankheitstage
-     2,41 Euro   nicht bezahlte Urlaubstage (28)
——————————————————————-
6,67 Euro   Honorar/netto pro Unterrichtsstunde
-     1,66 Euro    25 % Vorbereitungszeit
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5,01 Euro bleiben also netto pro Unterrichtsstunde (45 min)



An jedem zweiten Freitag im Monat erscheint unsere Kolumne in www.migazin.de
(nächster Beitrag voraussichtlich Anfang September)

März 2015:
Arm durch Arbeit:
2030: Fast alle Lehrer sind jetzt Menschen "Sans Papiers"


Seit Wochen streiken angestellte Lehrer. Verglichen mit den Verbeamteten spricht die Presse von ihnen als “Lehrer zweiter Klasse”. Worüber nicht berichtet wird, sind Lehrer an Integrationskursen – die dritte Klasse. Wohin das führt, zeigt Aglaja Beyes in einem Zukunftszenario. Wir schreiben das Jahr 2030.


Februar 2015:
Arm durch Arbeit
Integrationskurslehrer: Jahrelang ohne Arbeitsvertrag!


Es ist endlich Konsens: Deutschland braucht mehr Zuwanderer. Diese sollen die deutsche Sprache beherrschen. Wie aber steht es um diejenigen, auf deren Schultern diese Aufgabe ruht, um die Deutschlehrer in Integrationskursen?


Oktober 2014:
Arm durch Arbeit
Bundestag beschäftigt Scheinselbstständige – das “Modell Integrationskurs” weitet sich aus


Seit drei Jahren beschweren sich die Deutschlehrer in Integrationskursen darüber, dass sie bei den Volkshochschulen und den anderen Bildungsträgern als Scheinselbstständige geführt werden. Nun wird auch dem Bundestag vorgeworfen, Scheinselbstständige zu beschäftigen.


September 2014:

Arm durch Arbeit
SPD und die Integrationskurse – vor und nach der Wahl

Die SPD hatte vor der Wahl einige gute Gedanken zu den Integrationskursen geäußert. Was ist daraus nach der Wahl geworden? Nicht viel, schreibt Georg Niedermüller, Lehrkraft an Integrationskursen:



August 2014:
Arm durch Arbeit
Kinderbetreuung bei Integrationskursen wird abgeschafft

Das BAMF will die Integration ausländischer Kinder dadurch verbessern, dass es die Kinderbetreuung, die es bisher bei den Integrationskursen gab, nicht etwa ausbaut, sondern zum 30.09.2014 einstellt. So heißt es in dem Rundschreiben, welches das BAMF Anfang Juli an alle Träger schickte.

Juli 2014:
Arm durch Arbeit
Über die “hohe Qualität” der Integrationskurse

Die sogenannte Bewertungskommission wacht über die Qualität der Integrationskurse – auf dem Papier. In Wirklichkeit scheint sie lediglich das zu sehen, was (politisch) gewollt ist und nichts zu sehen, was Kosten verursachen könnte – die Lehrkräfte zum Beispiel.



Juni 2014:
Arm durch Arbeit
Spendenkonto für Integrationskurse

Integrationskurse sind chronisch klamm, Lehrer unterbezahlt. Die Regierung stellt trotzdem ungerne Gelder bereit. Georg Niedermüller hat eine Idee: Er möchte die Integrationskurse für Werbung öffnen und ausländische Staaten an den Kosten beteiligen. Sein Brief an den Haushaltsausschuss:


Mai 2014:

Arm durch Arbeit
Statt Deutschkurse für Ausländer: “auf Dauer eine andere Tätigkeit suchen”


Der plötzliche Förderstopp der berufsbezogenen Deutschkurse hat zu der Frage geführt, ob es für die Lehrkräfte nicht sinnvoller ist, sich auf Dauer einen anderen Job zu suchen – Gedanken eines Lehrers von einem Integrationskurs.


März 2014:
Arm durch Arbeit
Gute Berichterstattung über schlechte Integrationskurse

Die hervorragende Berichterstattung des Flensburger Tageblatts über „Staatliches Lohn-Dumping in der VHS“ hat dazu geführt, dass ein offenener Brief an 300 Volkshochschulen geschickt wurde, in dem die Missstände offengelegt wurden. Besonders das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist in die Kritik geraten.
Arm durch Arbeit


Februar 2014:
Arm durch Arbeit:
Gegen die Erweiterung der Dumpinghonorar-Integrationskurse

Die vom Bundesrat geforderte Öffnung der Integrationskurse ist bestenfalls naiv. Wir brauchen keine „Integration“ der Zuwanderer in den Dumpinglohnsektor, sondern gute Bildungsangebote und gut bezahlte Arbeit. Integrationskurse sind aber schlechte Bildungsangebote und schlecht bezahlte Arbeit.



Januar 2014:

Arm durch Arbeit
Integrationskurse abschaffen

Vielleicht sollte man die Integrationskurse ganz abschaffen. Seit Jahren schleppt sich dahin, was eh nie besonders intelligent konzipiert war, und was von der Rot-Grünen Koalition mit einer einzigen Prämisse versehen war: der Staat wollte nichts damit zu tun haben. Zumindest nicht mit den Lehrkräften oder den TeilnehmerInnen der Integrationskurse.



Oktober 2013:

Arm durch Arbeit
Bundesinnenministerium muss von der Integrationspolitik entlastet werden


Das Bundesinnenministerium ist mit der Integrationspolitik überfordert. Aus Sicht der Lehrkräfte in Integrationskursen ist dem Vorschlag des Rates für Migration nach Verlagerung der Integrationsaufgaben auf jeden Fall zuzustimmen.



September 2013:

Arm durch Arbeit
Warum Rot-Grün keine Alternative zu Schwarz-Gelb ist

Für die Initiative “Bildung Prekär”, ein Zusammenschluss von Lehrkräften in Integrationskursen, sind SPD und die Grünen keine Alternative zu Schwarz-Gelb. Folgendes Antwortschreiben der Initiative auf Mails der SPD und der Grünen zu Sanktionen im SGB II listet die Gründe auf:


August 2013:

Arm durch Arbeit

Prekäre Integrationskurse am Beispiel einer Volkshochschule

Katrin Rosjat hat 10 Jahre an der VHS Integrationskurse gegeben. Jetzt wurde sie rausgeschmissen, weil sie die schlechten Arbeitsbedingungen kritisiert hat und an die Öffentlichkeit gegangen ist. Von den VolksvertreterInnen ist sie enttäuscht. Hier ist ihr Bericht.


Juli 2013:

Arm durch Arbeit
Integrationskurse – ein Beitrag zur Integration?

Im Juni 2013 erschien ein interessantes Buch mit dem Titel „Dabeisein und Dazugehören: Integration in Deutschland“, herausgegeben von Heinz Ulrich Brinkmann und Haci-Halil Uslucan auf dem Markt. Wir haben uns das Kapitel von Gudrun Hentges „Integrations- und Orientierungskurse – eine Bilanz nach sieben Jahren“ genauer angeschaut.


Juni 2013:

Arm durch Arbeit
Für eine grundlegende Neugestaltung des Integrationskurssystems


Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat die Integrationskurssysteme in Europa untersucht und dabei Interessantes festgestellt: in Dänemark verdienen die Sprachlehrer bis zu 3.750 € monatlich, in Schweden bis zu 3.300 €. In Deutschland ist die Situation prekär.


Mai 2013:

Arm durch Arbeit
Euromayday 2013 in Dortmund: Prekär Beschäftigte gedenken der NSU-Opfer

Am 1. Mai war es wieder soweit: Gewerkschafts-Veteranen mit 40jähriger Mitgliedschaft und bronzener Ehrennadel trafen sich in den Städten, um rote Fahnen zu schwenken und wichtige Parteikader der SPD reden zu hören. In Essen war Sigmar Gabriel angetreten.



März 2013:

Arm durch Arbeit
Der Zoll und die Volkshochschulen


„Gut, dass Kursleiter nie krank werden.“ So heißt es auf einer Postkarte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die KursleiterInnen in Integrationskursen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen, kein Urlaubsgeld, keine Kündigungsfrist haben und ihre Sozialbeiträge zu 100% selbst finanzieren müssen.



Februar 2013:

Arm durch Arbeit
Vom Sinn und Unsinn der „Orientierungskurse“


Mit dem Orientierungskurs sollen Zuwanderer Deutschland näher kennenlernen. Was von den Teilnehmern aber abverlangt wird, sprengt teilweise den gesunden Menschenverstand: Riester-Rente, Einfluss des Bundesrates, Ehrenmord. Georg Niedermüller kennt den täglichen Wahnsinn. Er ist Integrationskurslehrer.


Januar 2013:

Arm durch Arbeit
Zusatzqualifizierung in Alphabetisierungskursen


Die prekäre Situation der Lehrkräfte in Integrationskursen ist seit Jahren bekannt. Nun setzt das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf eine Verbesserung der Situation. Allerdings nicht der finanziellen Lage der Lehrkräfte, sondern auf eine Verbesserung der Lehrqualität.


Dezember 2012:

Offener Brief der Lehrkräfte
Illegale Arbeitsverhältnisse in Integrationskursen


Die Lehrkräfte in Integrationskursen protestieren seit Jahren gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen und die Unterfinanzierung der Integrationskurse. Nun werfen sie den Volkshochschulen und den privaten Trägern öffentlich illegale Arbeitsbedingungen vor. Hier der offene Brief:




Berechnung eines Netto-Stundenhonorars eines Sprachlehrers im Integrationskurs

Basis:

- 20 Honorar/brutto pro Unterrichtsstunde (45 min.)

- 25 UST pro Woche


20,00 Euro
-      3,78 Euro  Rentenversicherung
-      3,10 Euro  Krankenversicherung
-      0,44 Euro  Pflegeversicherung
-      0,80 Euro  freiwillige Arbeitslosenversicherung
——————————————————————-
11,88 Euro
-     1,66 Euro  14 % Steuern
————————————-
10,22 Euro
-     1,14 Euro   nicht bezahlte Krankheitstage
-     2,41 Euro   nicht bezahlte Urlaubstage (28)
——————————————————————-
6,67 Euro   Honorar/netto pro Unterrichtsstunde
-     1,66 Euro    25 % Vorbereitungszeit
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5,01 Euro bleiben also netto pro Unterrichtsstunde (45 min)
  



Hier eine Reihe Zitate von Lehrkräften:


16
"Wenn ich es richtig verstehe, muss man als Kursträger den Namen gar nicht ändern. Man verlängert einfach immer nur um ein Jahr, dann muss man die 20 € nicht bezahlen."

 http://www.linqua.de/forum/read.php?5,82http://www.linqua.de/forum/read.php?5,82

15
"Mir wurden von einer Berliner Sprachschule 16,50€/UE für einen IK geboten. Liegt die Honorar-Untergrenze des BamF nicht verpflichtend bei 20€/UE oder irre ich mich da? Weiß da jemand Bescheid?" (vom 27.02.2014)

http://www.linqua.de/forum/read.php?5,82http://www.linqua.de/forum/read.php?5,82

14
"Eine Fachbereichsleitung hat mal dies zu mir gesagt: "Früher haben die Rumhänger und Hoffnungslosen den Taxischein gemacht, heute sitzen die alle in der BamF-Quali rum und machen einen auf Deutschlehrer."
Mich wollte sie dann aber nur einstellen, wenn ich mich dazu bereit erklären würde, meiner untalentierten Co-Lehrerin das Unterrichten beizubringen. Warum stellt man dann diese talentfreien Leute überhaupt ein, hofiert sie sogar und schleppt sie über Jahre hinweg durch?
Ganz einfach: Man hält nichts von diesen Kursen, den dort eingesetzten Lehrern und den Teilnehmern. Alles nach dem Motto: "Lasst die Doofen doch die Doofen unterrichten." Eigentlich sehr schade, wieder verpasste Chancen, was Sinnvolles auf die Beine zu stellen."

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557

13
"Ich habe u.a. ein abgeschlossenes Germanistikstudium, etliche Unterrichtserfahrung und den Goethe-Schein (A). Als ich 2006 angefangen habe, in den Integrationskursen zu unterrichten, verlangte man von mir eine verkürzte Zusatzqualifizierung, die ich absolvierte. Inhaltlich unterschied sie sich nicht sehr vom Goethe-Schein. Nur fand sie im hauptsächlich im Präsensunterricht statt und hatte noch eine Praxisphase.
Jetzt wurde von mir die additive Zusatzqualifizierung verlangt, will ich - trotz meiner langen Unterrichtserfahrung in Alpha-Kursen - noch weiter diese Kursform unterrichten. Auch diese habe ich gemacht, obwohl sie mich viel Zeit und damit auch Geld gekostet hat. Der Erkenntniswert dieser vom BAMF geforderten Qualifizierung ist äußerst fragwürdig. Viele Inhalte sind redundant oder auf einem sehr oberflächlichen Niveau gehalten. Sie hat allerdings wieder viel Zeit und damit auch Geld ( bedingt durch Unterrichtsausfall etc. ) gekostet. Als Nachweis für die Teilnahme gilt neben der Anwesenheitspflicht in den Präsenzphasen die Erstellung eines Portfolios, das allerdings mehr Fleißarbeit ist, als dass es einem Erkenntniszuwachs beschert. Finanzielle Vorteile bringt die Zusatzquali keine, denn in den Alphakursen ist das Honorar genauso schlecht wie in allen BAMF-Kursen.

Während meiner beruflichen Praxis habe ich etliche KollegInnen kennengelernt, die dank der Zusatzqualifikation nun im DaF/DaZ-Bereich unterrichten dürfen, obwohl sie entweder kein abgeschlossenes Studium haben oder ihren Abschluss im Ausland erworben haben."


http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557


12
"Integrationskurse und BAMF sind für mich ein rotes Tuch:

1. Miese Bazahlung, dafür würde ich noch nicht einmal aus dem Bett aufstehen.

2. Wie kann es sein, dass das BAMF sich zur Autorität erhebt über die Qualifikation von DaF-Lehrern? Und das mit der nur "halben" Anerkennuing von GI-DaF-Fortbildungen ist sicher auf einem Mist gewachsen, wo das BAMF noch im Bunde war mit irgendwelchen Privatanbietern von DaF-Qualis, die dann wieder mal Gebühren von den Teilnehmern absahnen können. I smell a rat...

3. Angesichts der miesen Bezahlung lohnt es sich auch nicht, in die DaF-Weiterbildung zu investieren, um formal den Bedingungen des BaMF gerecht zu werden. Es kann natürlich sein, dass sich das Ganze so entwickelt hat, weil in den DaF-Integrationskursen z.T, Leute eingesetzt wurden, die Nicht-Muttersprachler sind/waren und/oder die auch Nichtgermanisten oder sogar ohne Studium überhaupt sind. Solche Leute machen ja inzwiwschen den fachgemäß ausgebildeten DaFlern auf diesem grauen Markt, der in Wahrheit keiner ist, "Konkurrenz".

Summa summarum: In Integratiosnkursen zu arbeiten lohnt sich nicht, einfach die Finger davon lassen!

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557


11
"Ich finde auch, dass es überhaupt keinen Grund gibt Integrationskurse zu geben. Wer dies tut unterstützt dieses marode System und die Scheinselbständigkeit.

Wer als Lehrer etwas für die Integration tun möchte, sollte diese Kurse wirklich boykottieren. Als Alternative ist es, wie oben beschrieben, noch besser Hartz IV zu beantragen. Oder bei McDonalds zu arbeiten bzw. sich einen Job als Reinigungskraft zu suchen.

Es geht hier auch nicht darum, dass bei den Integrationskursen einige Euro pro Stunde mehr bezahlt werden, wie es Politiker teilweise vorschlagen. Das ganz System müsste geändert werden, d.h. am besten in dem es vergleichbar zum Schuldienst wäre. Oder es müssten Honorare von über 50 Euro bezahlt werden. Für den Unterricht versteht sich, die anderen organisatorischen Tätigkeiten müssten noch extra honoriert werden.

Ansonsten müsste die Politik ehrlich zugeben, dass sie nicht bereits ist, in die Integration wirklich etwas zu investieren."

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557


10
"Wenn ihr im DaF-Bereich was ändern wollt, boykottiert das BAmF, seine komischen Bedingungen und Integrationskurse. Was kümmert's euch, wenn diese nicht mehr stattfinden?"

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557

9
"ich habe fast 5000 Unterrichtsstunden gehalten und den Goethe Kurstyp A absolviert und ich hätte trotzdem eine verkürzte Fortbildung machen müssen. Und ich muss sagen, dass ich mit diesem Fernkurs vom Goethe Institut bisher nichts anfangen konnte. Ich hole jetzt mein Staatsexamen nach und möchte danach in den staatlichen Schuldienst. Auch wenn ich den Daf-Bereich über alles geliebt habe, habe ich die miserablen Bedingungen nicht mehr ausgehalten.ich habe fast 5000 Unterrichtsstunden gehalten und den Goethe Kurstyp A absolviert und ich hätte trotzdem eine verkürzte Fortbildung machen müssen. Und ich muss sagen, dass ich mit diesem Fernkurs vom Goethe Institut bisher nichts anfangen konnte. Ich hole jetzt mein Staatsexamen nach und möchte danach in den staatlichen Schuldienst. Auch wenn ich den Daf-Bereich über alles geliebt habe, habe ich die miserablen Bedingungen nicht mehr ausgehalten."

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557

8
"Ich habe mehr als 500 bescheinigte Unterrichtstunden in Deutsch als Fremdsprache , die Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache beim Goetheinstitut ( Kurstyp A ) im Jahre 2008 beendet und muss jetzt trotzdem noch die verkürzte Fortbildung absolvieren, wenn ich die Zulassung für Integrationskurse bekommen will.

Ich verstehe das nicht ,auch weil ich das Fernstudium beim Goethe als anspruchsvoll empfunden habe und jetzt wird es nur als " halbe " Ausbildung beim Bampf gewertet . das ärgert mich so , dass ich es bisher nicht gemacht habe ."

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557


7
"Finger weg von Integrationskursen! Es lohnt sich einfach nicht, dieses Hinundher auf sich zu nehmen bei miserablem Verdienst.

Lies dich ein bisschen hier durchs Forum, dann wirst du schnell schlauer.

Viel Spaß bei der Suche nach Alternativen!Finger weg von Integrationskursen! Es lohnt sich einfach nicht, dieses Hinundher auf sich zu nehmen bei miserablem Verdienst.

Lies dich ein bisschen hier durchs Forum, dann wirst du schnell schlauer.

Viel Spaß bei der Suche nach Alternativen!"

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,85557

6
"bin seit geraumer Zeit selbständig und bereue dies nicht. Ich verhandle meine Preise, gestalte meine Verträge selbst, schalte meine eigene Werbung und entscheide, wen ich coache.
Ich bin zwar ständig am Rechnen und am Einschätzen wie der kommende Monat wird, aber im Vergleich mit den lausigen Jobs in Integrations- uns Alphakursen ist dies geradezu eine paradiesische Situation.
Die Klagen beim Sozialgericht laufen zwar noch, aber im Grunde sind sie mir scheißegal. Selbst wenn ich gewinnen sollte, erhöht sich meine Rente dadurch um etwa 2,50 Euro im Monat. Dafür hat sich der Aufwand mit der Antragstellung und jeweills ca. 25 Anlagen doch gelohnt! Also, Statusprüfungen sind reine Zeitvergeudung!
Selbst wenn Ihr euch nicht versichert, ist das völlig Banane! Der Zoll, DRV und die Betriebsprüfer sind nur ein Schnarchverein. Keine Sau interessiert, ob Ihr nun versichert seid oder nicht! Rente gib es sowieso nicht, wenn wir ins Rentenalter kommen. werdet lieber selbst am Kapitalmarkt aktiv und gestaltet Eure Altersvorsorge selbst."

http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,71597,page=5http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,71597,page=5

5
"Mein neuer Auftraggeber erwartet zur Fertigstellung des Honorarvertrages die Offenlegung all meiner Kunden mit Namen, um so festzustellen, ob ich scheinselbstständig bin. Bin ich juristisch dazu verpflichtet? Ich frage ja auch nicht meine Krankengymnastin nach ihren Patienten."

http://www.linqua.de/forum/read.php?16,78 

4
"Da gibt es ja leider einige gute Lehrkräfte, die diesen Weg gegangen sind. Ich bin im weiteren DaF-Bereich geblieben, wobei ich aber mehr als nur Grammatik & Co. unterrichte. Meine Lösung war es, auch komplexe Schulungen anzubieten, in der Regel für Firmen, die Nichtmuttersprachler beschäftigen."

http://www.linqua.de/forum/read.php?16,64

3
"Ich warte wirklich auf den Zusammenbruch der gesamten Schrottbranche. Aus Verzweiflung bin ich in den Schuldienst gegangen und würde aber viel lieber wieder mit Erwachsenen arbeiten, was mir auch eher liegt.
Bei diesen katastrophalen Entwicklungen sehe ich da leider keine Möglichkeit zu überleben."

http://www.linqua.de/forum/read.php?16,64

2
"Hatte gerade letztens ein Gespräch mit einer muttersprachlichen Kollegin über dieses Thema. Fernhalten vom GI ist höchstes Gebot für Muttersprachler mit einem Anspruch an sich selbst und ihren Unterricht, so ihre Aussage. Und ich konnte ihr nur zustimmen."

http://www.linqua.de/forum/read.php?16,45

1
"Dass das GI (Goethe-Institut) an ihren jeweiligen Instituten im Ausland Lehrer zum Großteil nur auf Honorarbasis anstellt ist allerdings ebenfalls eine Schweinerei und letztendlich schneidet sich das GI ins eigene Fleisch. Das Resultat ist nämlich, dass keine oder fast keine gut ausgebildeten Muttersrpachler kommen und man auf die Ortskräfte ausweichen muss. Die sind zwar oft relativ gut ausgebildet, aber nun mal keine Muttersprachler. So was spricht sich ja auch rum." 

http://www.linqua.de/forum/read.php?16,45